Jazz trifft Politik in den Ministergärten

Berlin, 13. Oktober 2011 | Im Rahmen von Jazz in den Ministergärten laden die Bundeskonferenz Jazz, das Jazzinstitut Darmstadt und die Hessische Landesvertretung in Berlin zu einem Konzert-Talk ein. Titel der Veranstaltung „JAZZ TRIFFT POLITIK … nur für den politischen Frühschoppen?“ – ein Gespräch zwischen Jazzmusikern und der Bundespolitik.

Durch eine große Anfrage der SPD-Fraktion im Bundestag zur „Musikförderung des Bundes“ im April dieses Jahres und die inzwischen vorliegende Antwort der Bundesregierung richtete sich zuletzt der öffentliche Fokus auf den Einfluss bundespolitischer Entscheidungen im Bereich der öffentlichen Förderung von Musik sowie die Zweckmäßigkeit und Transparenz von bestehenden Förderstrukturen wie etwa der „Initiative Musik“. Dass Jazzmusikerinnen und -musiker in hohem Maße an solchen Themen interessiert sind, vor allem aber auch ihre eigene Stellung in der allgemeinen kulturpolitischen Wertschätzung hinterfragen, soll die Auftaktveranstaltung des diesjährigen Festivals „Jazz in den Ministergärten“ zeigen.

Auf Einladung der Bundeskonferenz Jazz werden in der hessischen Landesvertretung die Jazzmusikerinnen Julia Hülsmann (Berlin) und Angelika Niescier (Köln) mit MdB Siegmund Ehrmann, Mitglied des Kulturausschusses im Deutschen Bundestag und Obmann der SPD-Fraktion für Kultur und Medien, zusammentreffen, um über die schwierige Wahrnehmung der Belange von Musikerinnen und Musikern aktueller improvisierter Musik in den für die Kulturpolitik zuständigen bundespolitischen Gremien zu sprechen. Die Moderation übernimmt der Leiter des Darmstädter Jazzinstituts und Hessische Jazzpreisträger, Dr. Wolfram Knauer.

Das Ganze geschieht in Form eines JazzTalks, einer Veranstaltungsform, die das Jazzinstitut in Darmstadt seit inzwischen fast fünfzehn Jahren ausgesprochen erfolgreich umsetzt. Diese Kombination aus Konzert und informativem Gespräch wird aus gegebenem Anlass von Südhessen in die Bundeshauptstadt exportiert.

Den Konzertteil bestreiten die Pianistin Julia Hülsmann, deren letzte drei CDs auf dem renommierten Münchner Label ECM erschienen sind – und die seit Ende 2010 eine der Sprecherinnen der Bundeskonferenz Jazz ist – sowie der Saxophonistin Angelika Niescier. Niescier wurde u.a. im vergangenen Jahr für ihr Album „sublim III“ mit dem ECHO-Jazz ausgezeichnet. Begleitet werden die beiden von dem Berliner Bassisten Marc Muellbauer aus Hülsmanns regulärem Trio sowie Christoph Hillmann dem Schlagzeuger von Niesciers Kölner Quartett „sublim“.

Freitag, 21. Oktober 2011, Beginn: 18:00 Uhr, Hessische Landesvertretung in Berlin, In den Ministergärten, Nähe Potsdamer Platz.

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