Bundeskonferenz Jazz begrüßt Preis-Verleihung an Jazz-Clubs

Berlin, 5. April 2011 | Der Verein Live Entertainment Award Committee e.V. hat in diesem Jahr in der Sparte „Musik-Club des Jahres 2010“ drei Jazz-Clubs nominiert. Die Preise (LEA) werden heute in Frankfurt vergeben. Wir begrüßen die Tatsache, dass der Verband Deutscher Konzertdirektionen, als Initiator des LEA, in diesem Jahr einen Fokus auf die Jazz-Szene der Bundesrepublik legt. Finanziert werden die Preise an die drei renommierten Clubs „A-Trane“ in Berlin, „Jazz-Club Hannover e.V.“ und „Jazzclub Neue Tonne Dresden e.V.“ durch einen Zuschuss der Initiative Musik, der Fördereinrichtung der Bundesregierung für die Musikwirtschaft in Deutschland.

Jazz aus Deutschland verfügt im internationalen Vergleich über eine hohe Qualität, Dennoch fristet dieser Musikbereich noch immer ein Schattendasein zwischen der Klassischen Musik auf der einen und der Pop- und Schlagermusik auf der anderen Seite. Besonders die Spielstätten leiden ausnahmslos an einer chronischen Unterfinanzierung und sind im wesentlichen auf die ehrenamtliche Tätigkeit von Jazz-Enthusiasten und auf die Selbstausbeutungsbereitschaft der Musikerinnen und Musiker angewiesen.

So haben wir bereits mit unserer Gründung im Jahre 2003 der Bundesregierung einen bundesweiten Spielstätten-Programmpreis, nach dem Vorbild des Kinoprogramm-Preises, vorgeschlagen, mit dem Ziel, die existenzielle Basis der Jazz-Spielstätten zu verbessern und Länder und Kommunen zu ermutigen, sicht nicht nur für Konzerthäuser klassischer Musik, sondern auch für Spielstätten aktueller Musik, die über ein künstlerisches Profil verfügen, zu engagieren.

In diesem Sinne beglückwünschen wir die drei Clubs, die in diesem Jahr ausgezeichnet werden. Gleichzeitig weisen wir jedoch darauf hin, dass das Preisgeld in Höhe von insgesamt Euro 30.000 Euro bestenfalls der Tropfen auf einen heißen Stein ist. Wir fordern die Initiative Musik auf, endlich den Beschluss des Bundestages umzusetzen und die von der Bundesregierung jährlich bereitgestellten Fördergelder für Jazz in Höhe von 500.000 Euro auch für Jazz und improvisierte Musik zu verwenden.

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