Gründung des Vereins „Spielstätten- und Programmpreis Jazz“

Bremen, 19. April 2008 | Heute wurde aus der Bundeskonferenz Jazz heraus der Verein „Spielstätten- und Programmpreis“ gegründet mit dem Ziel, eine Plattform zur praktischen Umsetzung der Förderung von Spielstätten im Bereich Jazz zu bilden. Zur Vorsitzenden des Vereins wurde Kornelia Vossebein (Gemeinschaft unabhängiger Spielstätten) gewählt, als Stellvertreter Michael Leonhardt (Deutsche Jazz Föderation) und als Beisitzer Dominik Wagner (Union Deutscher Jazzmusiker).

Anlässlich der Gründung des Vereins bei der jazzahead! in Bremen legte die Bundeskonferenz Jazz gleichzeitig auch eine Konzeption zur Spielstättenförderung vor. Der Deutsche Bundestag hatte am 26. April 2007 die Bundesregierung aufgefordert, „einen Spielstättenpreis für herausragende Spielstätten im Bereich der populären Musik, insbesondere der Jazzmusik, aufzulegen.“ Praktische Schritte sind seither nicht erfolgt. In einem Brief an Staatsminister Bernd Neumann mahnt die Bundeskonferenz Jazz diese an und fragt nach Planungen, „um diese legislativ beschlossene Entscheidung möglichst schnell zu realisieren“. Wie keine andere Kunstform ist der Jazz und die Improvisierte Musik darauf angewiesen, live vor Publikum aufgeführt zu werden. Deshalb sind die Spielstätten des Jazz gleichzeitig Keimzelle und Herz einer vitalen Jazz-Szene.

In den vergangenen Jahren hat sich die finanzielle Situation der Spielstätten in Deutschland zunehmend verschlechtert. Aufgrund steigender Kosten und Abgaben in Verbindung mit stagnierender oder zurückgehender Förderung durch Länder und Kommunen mussten einige Spielstätten und Initiativen ihr Programm reduzieren, kommerzialisieren oder sogar ganz einstellen. Um diesem negativem Trend entgegenzuwirken, soll mit dem Spielstättenpreis ein bundesweites Signal für den Erhalt und Ausbau der Jazz-Spielstätten in Deutschland gesetzt werden.

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